Lehmann | Joerg & Katja Volkmer

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Joerg Lehmann

FAST IM KÄFER GEBOREN
DIE AUTO-BIOGRAFIE VON JOERG LEHMANN

Die Bilder in diesem Buch stammen aus der Sammlung von Joerg Lehmann. Der Profifotograf mit Studio in Berlin hat sich besonders auf dem kulinarischen Sektor einen Namen gemacht. Seit 1994 arbeitet er als Food- und Weinfotograf sowie als Stylist und hat bis jetzt fast 70 Bücher bebildert. Rund ums Essen und Trinken hat er viele Passionen. Außerdem ist der gebürtige Münsteraner gern unterwegs: Über tausend Reisen in die weite Welt hinein hat er schon gemacht. Schöne Dinge sammelt er auch, zum Beispiel VW Käfer. Das Gefährt ist eine seiner größten Leidenschaften. Oder, um es mit seinen Worten zu sagen: „das Hobby meines Herzens“. Aktuell besitzt Jörg, der mit seiner Frau im Ostteil der Hauptstadt lebt, einen Brezelkäfer von 1950, eine Brezel von 1952 mit Faltdach, die gerade restauriert wird, und einen Ovali mit Faltdach von 1955. „Tendenz steigend“, ist er sich sicher.

Über die vorliegende Publikation sagt er: „Es ist das erste Buch ohne meine eigenen Aufnahmen.“ Denn ausnahmsweise hat er die Bilder diesmal nicht selbst geschossen. Die Fotos, die Sie in Der Käfer. Auto-Biografien sehen, stammen aus privaten Fotoalben. Joerg, ganz passionierter Jäger und Sammler, hat sie über viele Jahre auf Flohmärkten zusammengetragen, im Internet ersteigert oder bei Haushaltsauflösungen ergattert. Das heißt: Die Bilder wurden alle irgendwann irgendwo von irgendwem geknipst. Die wahren Geschichten hinter den Motiven kennen nur die Amateurfotografen selbst – beziehungsweise die abgebildeten Personen. Die anrührenden, skurrilen und mitunter kunstvollen Aufnahmen hat Joerg aufwendig digitalisiert.

Er ist also völlig auf den Käfer gekommen – und das, obwohl seine eigene Auto-Biografie durchaus holprig ist. Die Liebe reicht bis ins Frühkindliche zurück. Es stand nämlich schon ein Typ 1 vorm Kreißsaal, als seine Mutter ihn entbunden hat. Als der frischgebackene Papa die beiden in den Wagen verfrachtete, war das erste Geräusch, das aus der Außenwelt in Baby Joergs Öhrchen drang, das Klingeln des Boxermotors. Wenn das nicht prägt. Aus Kindertagen, sagt er, habe er nur perforierte Erinnerungen an den Käfer, wisse aber noch, wie eng es damals darin war. Der Vater kaufte sich einen VW Variant mit spektakulärem Armaturenbrett und drei Anzeigetafeln, sodass der Asphaltbuckel zunächst aus Joergs Fokus verschwand. Bis er 18 war. „Da bekam ich einen 70er-Jahre-Käfer von einem Schulkameraden für 50 Mark. Ich musste den Wagen in Olpe abholen und trampte von Husum aus dorthin. Als ich nach der Rückreise in Husum ankam, war er kaputt.“ Das legte die Liebe gewissermaßen auf Eis.

Joerg Lehmann verbrachte 20 Jahre in Paris, und die verlebte er nicht autolos. So fuhr er zum Beispiel einen Mercedes-Benz 280 CE, einen 450 SL Cabrio sowie eine „Göttin“ von 1966, also einen Citroën DS. „Ich habe noch nie in meinem Leben ein neues Auto besessen.“ Eines Tages rief er, frustriert vom Fehlkauf eines amerikanischen 60er-Jahre-Cabrios, bei seinem Freund Rolf an, und das war folgenreich. Der riet ihm nämlich, sich doch mal einen Käfer zu kaufen. Gesagt, getan. Noch am selben Tag erwarb Joerg einen Ovali von 1957, und war glücklich. Diesen gab er Jahre später an seinen Freund Matthias in Wolfsburg weiter – wo quasi die Wiege des Wagens stand, und wo er ein schönes Leben hat.

Joergs Käfer sind zum Fahren da – und stehen nicht nur in der Garage herum. „Im Sommer fahre ich mit meiner Frau Risa, die aus Tokio kommt, durchs nördliche Deutschland oder nach Schweden; einmal kamen wir sogar bis Oslo. Unterwegs campen wir oft. Die Reisen sind immer aufregend, da ich von Autotechnik rein gar nichts verstehe und somit auf die Hilfe von Werkstätten oder dem ADAC angewiesen bin. Erfreulicherweise muss aber nicht auf jeder Reise der Warnblinker angestellt werden, sodass wir nie den Spaß verlieren.“ Gerade plant Jörg eine Reise im Käfer durch Neuseeland. Aber nicht nach Neuseeland. Das wäre doch etwas zeitintensiv bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern, mit der man besser keine Autobahnen benutzt. So sehr sich alle freuen, wenn sie mal wieder einen Kugelporsche sehen, für einige ist der „Entschleunigte“ halt doch ein Verkehrshindernis.

Am Anfang stand bei Joerg Lehmann übrigens nicht das Käfer-Buch, sondern die -Ausstellung. Seit 2015 betreibt er auf Facebook das Käfer Museum Berlin. In diesem virtuellen Showroom teilt er seine große Liebe mit anderen Fans. Und hier kommen Sie ins Spiel. Erkennen Sie zufälligerweise eine oder mehrere Person(en) in diesem Buch, gar sich selbst? Dann würde sich Joerg Lehmann kolossal über die wahre Geschichte hinter der Aufnahme freuen. Denn so manches, was der Autorin zu den inspirierenden Fotos eingefallen ist, ist reine Fantasie.

Bitte schicken Sie Echtes, Ehrliches und Einmaliges – für einen Gastbeitrag auf Facebook – an: mr.joerg.lehmann@gmail.com

Auch wenn Sie mit den Bildern in diesem Buch nichts zu tun haben: Ihre Geschichten und Fotos sind herzlich willkommen.

Mehr über Joerg Lehmann und seine Arbeiten erfahren Sie unter:
culinaryworld.com
decucinaria.wordpress.com
studio1.berlin

Katja Volkmer

DIE AUTO-BIOGRAFIE VON KATJA VOLKMER

Die Geschichten in diesem Buch hat Katja Volkmer geschrieben. Die gebürtige Norddeutsche lebt in München, wo sie als freie Redakteurin und Autorin arbeitet. Sie ist für Verlage, Unternehmen und Stiftungen tätig, schreibt Artikel und Drehbücher fürs Netz, unterstützt Print- und PR-Projekte. Von ihr wurden Kurzgeschichten und der Portraitband 40forty-something veröffentlicht. Derzeit arbeitet sie an einem Roman.

Katja ist leidenschaftliche Radfahrerin und hat von Personenkraftwagen keinen Schimmer. Bisher hat sie drei Autos besessen: zwei Fiat, einen davon mit Faltdach, und einen schrottreifen Opel Kadett, dessen Farbe man mit Schreiendlindgrün beschreiben könnte. Als man sie fragte, ob sie nicht Lust hätte, ein Buch über den VW Käfer und das Lebensgefühl in der Nachkriegszeit zu schreiben, sagte sie spontan zu. Erstens fand sie die alte Knubbelkiste schon immer klasse und zweitens hatte sie da noch was gut zu machen. Dieses Angebot vom Verlag gab ihr die Gelegenheit, Abbitte zu leisten. Wofür? Das hat etwas mit einem Käferfahrer zu tun.

Es ist ewig her, und die Beziehung war ein einziges Drama, doch darauf soll hier nicht eingegangen werden. Was aber schön war: Der Mann, ein Gastronom, hatte ein fabelhaftes schwarzes Käfer-Cabrio, mit dem er Katja durch die Gegend fahren ließ. Sie kann sich nicht an technische Details erinnern, aber die Tatsache, dass einem in so einem Auto jeder zuwinkt, blieb ihr positiv im Sinn. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse. Höchstens ein Mal. Da fuhr sie auf einer steilen Schweizer Passstraße die Bremsen herunter, bis Lebensgefahr drohte. Vielleicht noch ein anderes Mal. Da kristallisierte sie fast auf der Autobahn, weil die Heizung nicht immer funktionierte.

Dann kam der Tag, an dem im Lokal des Mannes die „Hummerwoche“ begann. Es oblag Katja, die dort immer mal mitarbeitete, die Tiere, die aus Kanada kamen, bei einer Spedition abzuholen. Hektischer Tag, rein in den Käfer, zur Frachtfirma gerüsselt, Papierkram erledigt, zwei große Kartons auf den Beifahrersitz geladen, schnell zurück ins Restaurant. Alle Tische ausgebucht.

Zunächst dachte sie, das Kratzen käme aus dem Motor des Käfers und war schon um dessen Wohl besorgt. Doch dann wurde ihr klar, dass der Beifahrersitz Geräusche machte. Naiv war sie davon ausgegangen, dass die Tiere nicht mehr am Leben seien. Lagen Schalentiere nicht meist auf Eis, und waren sie dann nicht immer tot? Sie glotzte auf die Kartons. Da, wieder dieses Schrapeln! Sie entdeckte Luftlöcher, sah, wie die Pappkiste, die zuoberst lag, sich bewegte …, und da knallte es auch schon. Aussteigen, beschimpft werden, auf die Polizei warten, sich belehren lassen, Papierkram erledigen, Abflug. Der Koch wartet schon.

Sie sagte dem Käferbesitzer zunächst kein Wort von dem Blechschaden. Vergessen? Verdrängt womöglich. Das war aber auch der Hektik geschuldet! Vor dem Lokal angekommen, parkte sie den Wagen noch schuldbewusst, aber drinnen war einfach keine Zeit mehr für Erklärungen. Und dann war da noch die Sache mit dem Koch. Der durchtrennte sachte das Klebeband, mit dem die Scheren der Hummer zusammengebunden waren – damit sie sich auf dem Überseetransport nicht gegenseitig umbrächten –, dann ließ er die zwölf, 14 Tiere panisch über den Küchenboden flitzen. Begleitet vom Kreischen des Küchenpersonals schmiss er die braunen Tiere bei lebendigem Leib in den riesigen Kochtopf mit brodelndem Wasser, wo sie schlagartig knallrot wurden …

Dann kam die Zeit, in der Katja keine Meeresfrüchte mehr aß und von der gastronomischen auf die journalistische Laufbahn umsattelte. Denn wenn sie nicht alles aufschreibt, vergisst sie es. Der Wirt verhielt sich wie ein Gentleman. Er entdeckte die verbeulte Schnauze seines Autos Tage später, fragte kurz nach – Schock, Stammeln, Scham – und ließ den Schaden reparieren, ohne das Thema jemals wieder zu erwähnen. Fortan war Katja peinlich berührt, wenn sie mal einen Käfer sah. Doch damit ist jetzt Schluss! Es gibt Dinge, die sind zu schön, um sie mit schlechtem Gewissen zu belasten.

Bücher

(…) Ein Portrait des VW Käfers aus der Sicht derjenigen, die ihn liebten und mit ihm litten bei der Passfahrt in die Ferien (…) Schöner und überraschender kann man den 80-Jährigen kaum feiern

Dieses Buch erzählt Familiengeschichte und -geschichten: Ein Portrait des VW Käfers aus der Sicht derjenigen, die ihn liebten und mit ihm litten bei der Passfahrt in die Ferien. (…) Katja Volkmer erzählt solche und viele andere Geschichten rund um den VW Typ 1. Und sie reichert sie an mit Bildern aus privaten Fotoalben, zusammengetragen von Jörg Lehmann. Der Käfer beim Waschen, der Käfer im Italien-Urlaub, der Käfer präsentiert mit Besitzerstolz, weil gerade neu angeliefert: Die fast 160 Aufnahmen zwischen Schnappschuss und Zeitdokument erwecken die Käfer-Jahrzehnte wieder zum Leben. Schöner und überraschender kann man den 80-Jährigen kaum feiern.

– VECTURA, CH

Für Liebhaber des „Buckelporsches“

– Genuss PROFESSIONAL, D

Kleine Käferkunde. Fotograf Joerg Lehmann und Autorin Katja Volkmer führen durch die bewegte Geschichte des „Buckelporsche“

– Neue am Sonntag, AT

Ein Berliner Fotograf hat Tausende alter Privataufnahmen von VW Käfern gesammelt. Die Bilder erinnern an eine Zeit des Aufbruchs. (…) Bei der Auswahl hat Lehmann darauf geachtet, dass die Bilder etwas haben, das man als ästhetischen Mehrwert bezeichnen könnte. (…) Es macht den besonderen Reiz dieser Fundstücke aus, dass sie die genauen Umstände, unter denen sie einst entstanden sind, der Vorstellungskraft des Betrachters überlassen. (…)

– Die Welt

Käfer als Auto und Legende

Die schönsten Storys rund um den Käfer in einem Buch. Viele Kultautos haben inzwischen Geschichte geschrieben, aber keine ist so emotional wie die des Käfers. Es mag an der „Knutschkugel“ selbst liegen, weil das Auto so ziemlich jeden positiv stimmt und für sich einnimmt. Heute noch. Das Buch „Auto-Biografien“ ist ein Gesamtkunstwerk. (…)

– AutoSprintCH

Humorvolle und bewegende Geschichten treffen auf Aufnahmen aus privaten Fotoalben. Das passende Geschenk für alle, die der Käfer zum Traualtar, zum Campingplatz oder auch zur Disco gebracht hat.

– BESTE LAGE, D

Die Fotos von einst, und drumherum ranken sich Geschichten wie sie sich ereignet haben. Oder ereignet haben könnten. (…) Solche unter anderem, deren Namen heute niemand mehr kennt, nicht einmal Joerg Lehmann selbst. Er sammelt nämlich nicht nur VW Käfer in echt, sondern seit Jahren auch historische Käfer-Fotos. Hier und da tauchen sie auf, bei Flohmärkten, Wohnungsräumungen oder sonstigen feinen Fügungen, nur die Geschichten drumherum sind meistens verlorengegangen. (…) Diesen Part hat Katja Volkmer mit Freude übernommen, wie man beim Lesen der Geschichten sofort bemerkt – sie erzählen vom Alltag, (…) vom Urlaub, (…) von kleinen Fluchten aus dem Beziehungsalltag, (…) und natürlich von frühkindlicher Prägung: Die war ja auch bei Joerg Lehmann ausschlaggebend, wie das Foto von der Heimfahrt aus der Klink zeigt. (…) Große Empfehlung, schon alleine das erste historische Käfer-Foto (…) ist den Kauf Wert. (…)

– AutoRevue, AT

Ein Käfer für alle

Auch teNeues (…) trägt mit seinem wunderbaren Buch „Der Käfer“ von Joerg Lehmann und Katja Volkmer dazu bei, dass manche Männer dieses Jahr möglicherweise den Hochzeitstag, aber ganz sicher nicht den Jahrestag des Klassikers vergessen werden. (…) Vielmehr soll es ein Buch für die ganze Familie sein. (…)

– börsenblatt, D

Joerg Lehmann hat in Fotoalben gestöbert, auf Flohmärkten gesucht und bei Versteigerungen mitgeboten, um die anrührenden, skurrilen und kunstvollen Aufnahmen des Kultmobils zusammenzutragen. Die Geschichten rund um den Käfer erzählt Katja Volkmer.

– CHIP FOTO-VIDEO, D

Buckelporsche: Kaum ein anderes Auto kennt so viele Kosenamen und Geschichten wie der Volkswagen. Einige haben Katja Volkmer und Joerg Lehmann in ihrem Buch „Der Käfer“ zusammengetragen. Die Bilder stammen aus privaten Fotoalben.

–  Die Stilisten, D

Der VW Käfer feiert Jahrestag – und ein neues Buch erzählt ganz persönliche Auto-Geschichten.

– EUROMAXX / Deutsche Welle TV

Kleine Käferkunde

Fotograf Joerg Lehmann und Autorin Katja Volkmer führen durch die bewegte Geschichte des „Buckelporsche“.

– Kleine Zeitung, AT

(…) ein wunderbarer Band zum Schwelgen und Staunen (…)

Kaum ein Auto weckt so viele Emotionen wie der VW Käfer – er gehörte fast zur Familie und wurde häufig mit Kosenamen bedacht. Obwohl vor fünfzehn Jahren die letzten Exemplare vom Fließband rollten, ist er in den Erinnerungen vieler Menschen so präsent wie in den Jahren, in denen diese „Buckelporsches” noch die Ränder der Straßen säumten. Nahezu jeder kann seine eigenen Erlebnisse beisteuern: ob es mit dem Käfer zum ersten Rendezvous ging, auf den Sonntagsausflug oder in ferne Länder. (…)

– www.motorsport-xl.de

Sonstiges
Joerg Lehmann bei EUROMAXX – Deutsche Welle TV | 17.04.2018 | Hier geht es zur Sendung!
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